Ihr Umgang mit Wasser 
im Hof und Garten


Autowaschanlage_9789Auto waschen
Schätzungsweise 900 Millionen Autowäschen erfolgen in Deutschland jährlich. Mit je etwa 200 Liter Wasser und Reinigungsmittel werden dabei u. a. Öle, Fette, Teer, Ruß und Schwermetallstäube abgewaschen. Damit keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen, sollen die Wäschen auf Waschplätzen und in Waschanlagen erfolgen, da dort ein großer Teil des Wassers im Kreislauf geführt wird und sie eine eigene Abwasserbehandlung haben. Besonders Wasser schonende Anlagen erkennen Sie dabei am “Blauen Engel ... weil Wasserrecycling”. Zudem muss es nicht immer eine Vollwäsche sein, oft reicht die Reinigung von Scheiben und Lichtern.

Glatteis und Salz
Auftausalze schädigen den Boden, Bäume und Sträucher, aber auch Brücken und Fahrzeuge. Deshalb sollten Sie bei Schnee und Eis die Bürgersteige von Hand räumen. Und streuen Sie, wenn notwendig, möglichst sparsam und gleichzeitig nur salzfreie Mittel mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel ...weil salzfrei”, beispielsweise auch Sand oder Sägemehl.

Heizöl
ist ein stark Wasser schädigender Stoff: 1 Tropfen Heizöl verunreinigt 1 Million Tropfen Wasser. Deshalb sollte die Lagerung möglichst sicher sein. Nutzen Sie doppelwandige Tanks und lassen Sie Tank und den Auffangraum regelmäßig auf Dichtigkeit prüfen. Besonders achtsam sollten Sie bei der Befüllung des Tanks sein: beobachten Sie dabei den Tank und vergewissern Sie sich, dass der Grenzwertgeber funktionstüchtig ist.

Öl
Wenn Sie Ölflecken auf dem Boden unter einem Kraftfahrzeug entdecken, dann ist dies meist ein Zeichen, dass ein Defekt vorliegt. Da schon wenige Tropfen Öl für das Wasser gefährlich werden können, sollten Sie schnell die Undichtigkeiten an Ihrem Fahrzeug beheben (lassen). Seien Sie besonders vorsichtig in oder nahe von Trinkwassergewinnungsgebieten.

rasengitter_9784Gehwege und Stellflächen
Befestigte Flächen, wie zum Beispiel private Gehwege, Abstellflächen oder Stellplätze können mit durchlässigen Belägen gestaltet werden. Folgende Vorteile ergeben sich aus der Durchlässigkeit dieser Flächen:

  • Regenwasser kann naturnah versickern und verdunsten.
  • Neuer Lebensraum für Pflanzen und Tiere wird geschaffen.
  • Das Kleinklima wird verbessert.
  • Zusätzliche Grünflächen verschönern das Grundstück.
  • Bei dieser Gestaltung der Oberfläche erübrigen sich die Tausalzstreuung im Winter und auch chemische Unkrautvernichter, die hier ohnehin verboten sind.
  • Überflüssig ist auch das Sauberhalten der Flächen mit wasserintensiven Hochdruckreinigern.

Beispiele für geeignete Flächen zur Entsiegelung bisher undurchlässiger Flächen:

  • nicht mehr erforderliche Stellflächen, Parkplätze oder Wege
  • zu breite Wege
  • Teile vollständig versiegelter Hofflächen
  • befestigte und versiegelte Vorgartenflächen